Martin Fuldner (1905-1943) | Ev. Kirchengemeinde Nikolassee

Wir aktualisieren momentan unser Webseiten Design um die Erfahrung auf unserer Website zu verbessern.

Martin Fuldner (1905-1943)

Aus dem ausführlichen Protokoll (09.07.1943) eines hohen Beamten der Zivilverwaltung des Generalgouvernements an den Gouverneur des Distriktes Krakau geht hervor, dass man die Erschießung auf dem Gut Horodynskis keinesfalls gutgeheißen hat.

Es gab über den Gutsherren keinerlei Klagen, er genoss hohes Ansehen bei den Dorfbewohnern. Der Gutsbetrieb wurde einwandfrei geführt, auch in politischer Hinsicht war nichts Ungünstiges über ihn bekannt. Die Erschießungen, insbesondere der Minderjährigen, konnten nicht mit Widerstand begründet werden, da sich Horodynski beim Eintreffen der SS gleich vor der Haustür vor das Kommando hingestellt hatte und sich als der Gutsbesitzer vorstellte, während die anderen versuchten noch zu fliehen.

Der Autor des Protokolls bittet am Ende der Aufzeichnungen darum, dass der Betrieb Horodynskis bald wieder der Familie übertragen werden sollte, wobei ein tüchtiger polnischer Landwirt die Verwaltung übernehmen könnte. Damit sollte das Gut „streng getrennt“ von den übrigen Liegenschaften geführt werden. So wurde auch indirekt der Zugriff von Fuldner ausgeschlossen.